WIR haben ein Ziel!

 

Alles, was in unserem Betrieb vor sich geht, ist auch immer Teil des gemeinsamen täglichen Lebens und damit auch der Ehe. Das ist eines der Merkmale eines Familienbetriebs, sowohl positiv als auch negativ.

Turbulente Zeiten und wirtschaftliche Schwierigkeiten haben uns als Ehepaar und als gesamte Familie zusammenwachsen lassen. Ohne uneingeschränktes gegenseitiges Vertrauen hätten wir es nicht geschafft, diese schwierigen Phasen gemeinsam zu überstehen. Wir sind uns heute sicher, dass dies erfolgreiche von weniger erfolgreichen Familienbetrieben unterscheidet. Familiäre Spannungen rauben zuviel Energie, die jeder eigentlich woanders dringend braucht! Heute könnten wir darüber ein Buch schreiben und würden auch gerne anderen Betrieben helfen, solche Situationen zu meistern. Leider wollen viele in solchen Phasen ihre Probleme nicht wirklich anderen mitteilen, obwohl es gerade dann extrem wichtig ist, darüber zu reden.

Und wenn Ihr den Betrieb heute seht, dann denkt immer daran, dass dahinter Menschen bzw. eine Familie steht, die jeden Tag für die geleistete Arbeit gerade stehen muss. Mittlerweile haben wir 2 festangestellte Mitarbeiter, so dass wir auch für deren Familien Verantwortung tragen. Aber dies ermöglicht es uns auch, uns selbst Freiheiten im Alltag nehmen zu können, die als klassischer landwirtschaftlicher Familienbetrieb immer schwieriger zu erreichen sind: Urlaub (derzeit 2x im Jahr 5-7 Tage!), 1 freies Wochenende im Monat und auch ehrenamtliche Tätigkeiten. Dies sind bei mir derzeit Aufgaben als Aufsichtsrat unserer lokalen Genossenschaft BAG Hohenlohe Raiffeisen eG, Mitglied im Gesamtvorstand des Kreisbauernverbands Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems und seit vergangenem Jahr in der Kommunalpolitik als Gemeinderat der Stadt Schwäbisch Hall. Mein Frau engagiert sich als stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende in der Breiteich-Grundschule Gottwollshausen-Gailenkirchen.

Mit dem beigefügten Artikel in der Zeitschrift TopAgrar (Ausgabe 1/2016) wird unsere persönliche Veränderung in den vergangenen 10 Jahren sehr gut beschrieben. Meine Frau wusste schon lange, dass etwas verändert werden muss im Betrieb. Das liegt an ihrem Blick von außen, den sie als nicht aus der Landwirtschaft stammende Frau hat, und an ihrer für mich unglaublichen Menschenkenntnis. Heute empfinden wir beide große Dankbarkeit, dass wir beiden uns gefunden haben und diese Phasen gemeinsam gemeistert haben. Es hat uns stark gemacht und wir wissen heute, was wir wollen. Wir haben ein gemeinsames Ziel! Unbezahlbar!

InterviewTopAgrar1:16

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