Unseren Schweinen geht es besser!

Schon bevor die Brancheninitiative Tierwohl ein Thema war, haben wir versucht, den Bedürfnissen unserer Schweine besser nach zu kommen. Sie bekommen mehr Platz als gesetzlich erlaubt und, wie auf dem Bild zu sehen, haben ausnahmslos alle 24 Stunden am Tag Zugang zu Stroh oder Heu über sogenannte Strohraufen. Das machen wir nun schon seit 3 Jahren so, und es tut den Schweinen richtig gut! Aber es bedeutet eben auch, dass wir 10% weniger Schweine verkaufen als möglich! Wir hatten das Glück, dass wir bei der Initiative Tierwohl ausgelost wurden und uns nun endlich die fehlenden Erträge ausgeglichen werden, indem wir für die obigen Leistungen einen festen Betrag pro verkauftem Schwein erhalten. Damit haben wir jetzt mal für die nächsten 3 Jahre noch Planungssicherheit, aber was danach kommt, weiß heute noch keiner.

Unsere Schweine gehen alle an den Schlachthof nach Crailsheim, das heißt, dass die Tiere maximal 45 Minuten transportiert werden vor der Schlachtung. Die geschlachteten Schweine werden über EDEKA Südwest im „Gutfleisch“-Programm vermarktet und können dort von den Verbrauchern gekauft werden.

Wenn die Gesellschaft bzw. auch politische Gruppen noch mehr Tierwohl fordern, so muss das auch irgendwie finanziell ausgeglichen werden. Schließlich hat dies Investitionen zur Folge, die wir ohne Mehrerlös oder dann weiteres quantitatives betriebliches Wachstum in der Schweinehaltung (was wir gar nicht mehr wollen!) nicht stemmen können.

Aber an oberster Stelle steht für uns, dass es den Tieren in ihrem Leben vor der Schlachtung so gut wie möglich geht. Hierüber gibt es sicher verschiedenen Auffassungen, was gut ist. Die obigen Maßnahmen haben auf jeden Fall eine deutliche Verbesserung der Tiergesundheit (fast ohne Medikamenteneinsatz) und des Tierverhaltens (kaum noch Verhaltensanomalien wie Kannibalismus) gebracht. Auch darüber sind also Investitionen in Tierwohl wirtschaftlich, aber eben nicht ins unendliche steigerbar ohne finanziellen Ausgleich oder bessere Erlöse seitens der Vermarktung. Die Ställe, die wir bis vor 10 Jahren gebaut haben, sind für eine Nutzungsdauer von 20 Jahren geplant. Jede zusätzliche Investition in diesem Zeitraum verringert eine sowieso schon geringe Wirtschaftlichkeit.

Sehr gerne zeigen wir allen Interessierten unsere Tierhaltung! Wir haben nichts zu verstecken. Bitte kommen Sie bei Interesse auf uns zu und reden Sie mit uns! Glauben Sie nicht jedem Fernsehbeitrag oder Zeitungsartikel! Machen Sie sich ein Bild bei Ihrem Bauern!

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