Regenerative Landwirtschaft – was ist das?

Eine Diskussion auf Facebook die letzten Tage hat mich dazu bewogen, hier noch einmal die Beweggründe für unser Ackerbaukonzept darzulegen. Es gibt hier wohl Missverständnisse und auch Ängste, die das zusammen mit unserer Öffentlichkeitsarbeit auslöst. Darum heute (endlich mal wieder) ein ausführlicherer Blog-Beitrag:

Unser Betrieb arbeitet schon über 30 Jahre ohne Pflug, das heißt, wir belassen die organische Substanz an der Bodenoberfläche als Erosionsschutz. Wir hatten damit sehr gute Erfolge, was insbesondere die Tragfähigkeit und die Fruchtbarkeit unserer Böden anging. Hier konnten wir zumindest mithalten mit den Erträgen der pflügenden Kollegen, tendenziell waren die Erträge eher besser, was aber nicht zwingend an der Art der Bodenbearbeitung lag.

2009 war ein Wendepunkt: in diesem Jahr hatten wir zum Einen die Neueinteilung der Flächen im Rahmen der Flurneuordnung, so dass wir auf 75% der Flächen wieder bei Null anfangen mussten, was Bodenbearbeitung und Bodenfruchtbarkeit anging. Zum Anderen ging in dem Jahr unsere Biogasanlage in Betrieb und wir haben aufgehört mit der Jungsauen-Vermehrung, was eine Veränderung der Fruchtfolge nach sich zog. Vorher hatten wir Gerste, Weizen, Hafer und Raps im Anbau, Nun konzentrierte sich der Anbau auf Weizen, Gerste und Mais. Insbesondere die schwere Erntetechnik beim Silomais ist für unsere emfindlichen Böden immer ein Risiko, wenn es im Herbst zu nass ist.

Ich musste feststellen, dass diese beiden Konstellationen zusammen dazu führten, dass sich die Bodenstruktur eher verschlechterte als verbesserte, selbst wenn wir die Ernte trocken rein bekamen. Auch sah ich, dass wir immer extremere Witterung bekommen. Einmal zu viel Niederschlag, dann lange Trockenphasen. Meine Böden waren zum großen Teil nicht in der Lage, in Phasen hohen Niederschlags das Wasser für die Trockenphasen zu speichern.

Es waren also zusammengefasst folgende (auch zusätzliche) Punkte, die den Ausschlag für Veränderung gaben:

  1. Zunehmende Witterungsextreme

  2. Mangelnde Fähigkeit meiner Böden, mit diesen Extremen klar zu kommen. Dadurch extreme direkte Auswirkungen auf die Erträge der angebauten Kulturen.

  3. Stagnierende Erträge bei tendenziell steigendem Aufwand.

  4. Die Biogasanlage hat die Probleme aus 2 + 3 noch verstärkt.

  5. Weiter steigende Pachtpreise in der Region werden das Betriebsergebnis in Zukunft zusätzlich verschlechtern, so dass auch ein wirtschaftlicher Druck da war und ist, die Kosten im Ackerbau zu senken.

  6. Restriktionen in der Menge und bei der Anwendung von Wirtschaftsdünger.

  7. Die öffentliche Diskussion über Landwirtschaft beobachtete ich schon damals sehr intensiv und ich sah für mich, dass wir zukünftig noch viel stärker unter Druck kommen werden, sowohl in der Tierhaltung als auch im Pflanzenbau. Das hat sich leider so bewahrheitet, eigentlich noch schlimmer als befürchtet, wie aktuell zu sehen, hören und zu lesen.

  8. Zunehmende Resistenzen bei Ungräsern und Unkräutern sowie Insekten, dagegen immer weniger Wirkstoffe, die in vernünftigen Zeiträumen neu zugelassen werden, sorgen für zusätzlichen Druck, weil viele Maßnahmen nicht mehr greifen.

  9. Altes pflanzenbauliches Wissen gerät in Vergessenheit, wir Bauern (insbesondere die männlichen inklusive mir!) sind viel zu technikgläubig und vergessen die Biologie gerne! Selbst in der Ausbildung wird Wissen über Boden und Bodenleben kaum mehr gelehrt! Gesunder Boden – gesunde Pflanzen – gesundes Tier – gesunder Mensch!

Darum habe ich schon 2011 damit begonnen, nach neuem Wissen im Bereich fruchtbare Böden zu suchen, weil ich den Eindruck hatte, dass ich mit dem klassischen Pfluglos-Ackerbau in Verbindung mit Maisanbau hier nicht mehr vorwärts komme, zumindest nicht in dem Tempo, das ich mir wünschte und das wir brauchten. Ich war schon damals der Meinung und bin es heute noch viel mehr, dass die deutliche Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit der Schlüssel für stabilere Erträge und damit zukünftigen Betriebserfolg sein wird.

Ich habe mich dann gezielt auf die Suche nach pfluglos wirtschaftenden Biobetrieben gemacht, um mich dort zu informieren, wie die Bodenaufbau machen, weil ich das konventionelle Wissen (Stand damals) eigentlich drauf hatte und ich damit am Ende meines Lateins war bzw. darin keine Lösungsansätze für meine obigen Fragen sah. Dank Internet und Google ist das verfügbare Wissen ja schier grenzenlos. Ich bin dann in Deutschland auf Sepp Braun und Friedrich Wenz gestossen. Da Friedrich in Baden-Württemberg wohnt, war er für mich räumlich und zeitlich einfacher erreichbar. Ich bin also mal dort hin gefahren zu einem Feldtag.

Im ersten Moment war das für mich als Konventionellen schon wild anzuschauen. Aber Erträge im Biobereich von 50-70 dt/ha OHNE Wirtschaftsdünger sind erst mal eine Ansage, wenn man dazu die Deckungsbeiträge pro Hektar betrachtet! Daraufhin habe ich mich dazu entschlossen, von September 2014 bis Juli 2015 am sogenannten Bodenkurs im Grünen teilzunehmen, weil mich das Ganze doch sehr interessiert hat. Ich habe dafür nicht wenig Geld in die Hand genommen, aber ich habe schon ganz andere Summen für Maschinen falsch investiert. Deshalb ging ich das an und lernte so neben 30 neuen Berufskolleginnen und -kollegen auch Leute wie Dietmar Näser oder Christine Jones (diese allerdings erst vor wenigen Wochen) kennen.

So fuhr ich im September 2014 das erste Mal an den Chiemsee, wo der Kurs stattfand. 30 Bäuerinnen und Bauern – 25 Biobetriebe und 5 Konventionelle. Keinerlei Grabenkämpfe, weil alle das selbe Anliegen hatten: gesunden, fruchtbaren Boden. Was wir dort hörten, war eigentlich gar nicht so viel komplett neues (zumindest zu Beginn), sondern eher ganz altes Wissen (das meiste von vor dem 2. Weltkrieg!). Und das geht seit der Industrialisierung der Landwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg mehr und mehr verloren bzw. vergessen. Und mit jedem Termin (insgesamt 5x 2 Tage) wuchs einerseits die Begeisterung für das Neue und andererseits der Frust, dass ich selbst so lange vieles von dem geglaubt habe, was uns zum Beispiel mit Werbung tagtäglich vorgesetzt wird von Seiten der Dünge- und Pflanzenschutzindustrie, wo auch ich irgendwann meinen Kopf ausgeschaltet habe und einfach nur noch „angewendet“ habe, wenn es empfohlen wurde.

Heute sehe ich meinen Boden ganz anders an als zuvor. Und ich merke, wie Düngemaßnahmen mit Mineraldünger sich auf die Bodenbiologie auswirken, noch mehr aber, wie sich chemischer Pflanzenschutz auswirken kann! Ich möchte das nicht verteufeln und werde es auch die nächsten Jahre noch einsetzen müssen! Aber ich sehe es jetzt mit anderen Augen. Früher machte ich Fungizidmaßnahmen im frühen Stadium der Pflanzen im Frühjahr, um sie von Anfang an gesund zu halten. Jede dieser Maßnahmen zerstört aber (nicht nur) die pilzliche Mikrobiologie im Boden, die auch für den Nährstoffaufschluss im Boden eine Symbiose mit den Wurzeln der Pflanzen eingeht (Stichwort Mykhorriza). Dies hat zur Folge, dass wir wieder Mineraldünger brauchen, weil der Pflanze im Boden der Partner fehlt, um sich das selbst holen zu können. In diese Richtung ging am Freitag erst ein Artikel in unserem landwirtschaftlichen Wochenblatt bwagrar:


Düngung mit insbesondere Nitratdüngern bedeutet auch eine Zwangsernährung der Pflanze, ähnlich der Stopfente. Sie kann sich nicht dagegen wehren! Darum hatten wir schon vor 15 Jahren auf eine Ammoniumdüngung umgestellt. Ammonium-Stickstoffdünger sind einerseits weniger gegen Auswaschung gefährdet und die Pflanze kann sich andererseits davon so ernähren, wie sie es braucht. Das machen mittlerweile aber sehr viele Landwirte so, das ist nichts, was mich bzw. unseren Betrieb abhebt.

Bei der Ausbringung von Gülle und Gärprodukten bekommen wir ja auch immer höhere Auflagen, sowohl was die Menge angeht als auch die Art der Ausbringung. Hier muss die Effizienz deutlich verbessert werden, was die Stickstoffausnutzung betrifft. Durch unser bald immergrünes Anbausystem können wir Gülle immer in wachsende Bestände ausbringen. Das entbindet uns von irgendwelchen Einarbeitungsfristen und noch teurerer und schwererer Technik, reduziert aber auch die Verluste bei der Ausbringung. Auch habe ich festgestellt, dass insbesondere Biogasgülle bzw. Gärprodukte, die ja aus einem Fäulnisprozess kommen, besser auf den Boden in die wachsende Kultur gedüngt als in den Boden eingearbeitet werden. Bringe ich hier (wie wir es auf Teilflächen auch selbst noch dieses Jahr gemacht haben) diese Gülle auf unbewachsenen Boden aus bzw. direkt darin ein, erzeugen wir einen schmierigen Boden, der kaum mehr gar wird! Das sind einfache chemische Prozesse, bei denen das Kalium aus dem Gärprodukt andere Elemente an den Tonmineralen verdrängt und dadurch den Boden verseift. Hinzu kommt dann noch die Fäulnisbiologie, die wir direkt in den Boden einbringen. Durch eine Behandlung der Gülle mit nun selbst hergestellten Milchsäurebakterien bzw. Fermenten, Gesteinsmehl und Tonmineralen können wir nun einerseits Nährstoffe besser fixieren und vor Verlusten bei der Ausbringung schützen, und durch die oberflächliche Ausbringung zerschiessen wir uns auch nicht gleich die Bodenbiologie bzw. wir bringen mit den eingemischten Fermenten (Milchsäurebakterien etc.) eine „positive“ Mikrobiologie aus, die die Gülle dem Bodenleben zur Verfügung stellt. Wir düngen also das Bodenleben, nicht direkt die Pflanze. Das ist vielleicht der elementare Unterschied: in der heutigen Lehre ist der Boden oft nur noch Materie, in der sich die Wurzeln verankern. Den Rest düngen wir oder er liegt in mineralischer Form vor. Bodenstruktur stellen wir mit Maschinen her (dabei macht das die Biologie viel besser und vor allem günstiger!).

In den letzten beiden Kursterminen haben wir dann auch ganz neues Rüstzeug mitbekommen, wie wir unsere Pflanzen vitaler machen können, damit sie gar nicht erst krank werden! Da sind

  1. die sogenannten Blattsaftanalysen. Mit diesen kann ich schon vor Ausbruch einer Krankheit sehen, ob die Pflanze Stress hat und was ihr konkret fehlt. So kann ich mit einfachen Maßnahmen (z. B. Spurenelemente), die nicht so viel kosten wie eine Fungizidmaßnahme, einen Krankheitsausbruch verhindern. In diesem Frühjahr fehlte mir die Zeit dazu, so dass es dann in Gerste und Weizen zum Ausbruch von Pilzkrankheiten kam!

  2. die vitalisierenden Blattspritzungen, auch auf den Blattsafttest hin. Hier gehört insbesondere die Anwendung von Komposttee hinzu. Dies hat bei uns jetzt im ersten kompletten Anwendungsjahr eingeschlagen wie eine Bombe. Wir haben Humusbildung an den Wurzeln der Kulturpflanze! Das heißt, wir können im laufenden Anbau, egal welcher Kultur, Humus aufbauen. Das ist zum Beispiel sehr deutlich (und doch unscharf…) auf diesem Bild zu sehen:

So zu finden insbesondere in den Kulturen, die kein Fungizid und kein Herbizid bekommen haben und die als Mischkultur (hier Roggen mit Wicken) angebaut wurden. Und da bin ich jetzt an einem Punkt, wo ich mich herantasten möchte: Wo kann ich auf Fungizide und Herbizide verzichten? Mit den Herbiziden geht das mit der Biogasanlage insbesondere beim GPS (Ganzpflanzensilage) – Getreide noch relativ einfach, aber geht das auch im Konsum- und Futtergetreide? Das steht für kommendes Jahr als Versuch an. Wenn möglich soll auch überall eine Untersaat mit rein, welche ich noch suchen muss, dass die Früchte trotzdem dreschbar sind. Aber das wird ein Versuch und kann auch schief gehen!

Da bin ich jetzt wieder bei der Diskussion auf Facebook: Einige Kollegen fühlen sich durch meine Art des Ackerbaus mit weniger Chemie und dessen offensive Kommunikation unter Druck gesetzt. Das ist nicht meine Absicht! Es geht mir hier lediglich um meinen Betrieb, um diesen wirtschaftlich auf stabilere Beine zu bekommen. Darum mein Ansinnen, mit weniger liquiden Betriebsausgaben die selben  oder bessere Erträge zu erzielen. Das ist doch im Interesse jedes Betriebs. JedeR ist jederzeit herzlich willkommen, sich darüber zu informieren. Diejenigen, die am Feldtag da waren, haben mich auf jeden Fall im Nachgang sehr massiv gelöchert nach Informationen!

Aber natürlich will und werde ich das zukünftig auch in der Vermarktung nutzen wollen und müssen, wenn ich mit weniger oder ohne Mineraldünger und/oder chemischem Pflanzenschutz auskomme! Im Moment beschränkt es sich auf die (etwas) geringeren Produktionskosten und, ganz ehrlich, auch auf das Image der Energiepflanzenproduktion für die Biogasanlage! Das ist doch legitim und würde jedeR andere auch so machen?!

Ich für unseren Betrieb kann sagen, dass ich insbesondere seit diesem Jahr sehe, dass sich im Boden richtig was tut zum Positiven hin! Die Bodenstruktur hat sich massiv verbessert, vieles ging schon sehr gut. Aber es gab auch Rückschläge wie die Wintergerste, die einfach eine Fungizidmaßnahme gebracht hätte, weil ich nicht die Zeit hatte, rechtzeitig einen Blattsafttest zu machen, um zu sehen, was ihr gefehlt hat. So war es eher unverantwortlich von mir, sie so ganz ohne laufen zu lassen. Zum Glück ist das nur 6% der Betriebsfläche und der Ertrag war nicht ganz schlecht, aber eben deutlich schlechter als mit Fungizid! Auch im Weizen bin ich dann doch 2x mit Fungizid gefahren. Nummer sicher!

Nochmal: es geht mir nicht darum, Düngemittel und Pflanzenschutzmittel zu verteufeln! Ich sehe nur für unseren Betrieb, dass wir einen anderen Weg gehen wollen, weil er mir mittlerweile auch richtig Spass macht UND für das Betriebsergebnis von Vorteil ist! Auch wir düngen (biologisch behandelte Biogasgülle und massiv Spurenelemente, die aber alle auch im Ökolandbau zugelassen sind) und betreiben Pflanzenschutz (Komposttee ist auch Pflanzenschutz, außerdem gibt es auch immer mehr biologische Pflanzenschutzmittel). Ganz ohne beides geht es nach meinem derzeitigen Wissensstand nicht.

Und für diejenigen, die jetzt meinen, dass nur weil einiges schon bei mir klappt, muss das bei allen gehen: Nein geht es nicht! Zum einen ist bei unserem System noch sehr viel in der Erprobungsphase und nicht so abgesichert, dass es für jeden einfach anwendbar ist wie ein Rezept ähnlich einer Düngung oder einer Pflanzenschutzmaßnahme. Auch wir lernen jedes Jahr dazu und haben noch Rückschläge. Zum Anderen benötigt dieses System sehr viel Wissen, das oft im Widerspruch auch zu dem steht, was man in der Ausbildung lernt. Das ist nicht einfach. Darum wäre es wichtiger, dass endlich der Staat mehr Geld in Forschung steckt (und nicht die Industrie!). Wir brauchen hier neutrale belastbare Ergebnisse, damit dieses Wissen auch in die Lehre Eingang findet. Im Moment ist alles auf ein einfaches Ursache-Wirkungs-Prinzip gestellt: Stickstoff düngen – Pflanze wächst. Oder Witterung bedeutet Infektionsgefahr – Fungizide anwenden. Dass diese Maßnahmen dann aber weitere Auswirkungen haben, wird zu oft ausgeblendet oder vergessen. Ich vergleiche das immer mit einem Erbsenfeld nach der Blüte: wenn ich an einem Ackerende dran ziehe, dann wackelt es noch am anderen Ende und nicht nur an der nächsten Pflanze!!!!

Und nicht zuletzt benötigt unser System einen höheren Zeitaufwand, was viele Betriebe nicht mehr leisten können! Sei es das Ansetzen von Fermenten und Komposttee oder die Blattsaftanalysen: es braucht Arbeitszeit, die man erst mal zur Verfügung haben muss!

Jeder Betrieb muss für sich entscheiden, welchen Weg er gehen will! Das akzeptiere ich, erwarte das aber im Gegenzug auch von anderen. Es gab schon immer Betriebe, die etwas anders gemacht haben, neue Wege gesucht und gefunden haben. Ich habe oben meine Beweggründe dargelegt, dass es insbesondere der Druck von Gesetzen und öffentlicher Wahrnehmung war, aber auch unsere betriebliche Situation, die insbesondere mich persönlich zu Veränderung gezwungen haben. Das hat aber nichts mit Kapitulation zu tun, sondern ich will für die Zukunft gerüstet sein! Ich bin niemand, der darüber jammert, dass es früher besser war und wir dahin zurück sollten. Leben ist Veränderung, und in jeder Veränderung ist Chance und Risiko. Ich sehe die Chancen unseres Weges (der im übrigen jedem offen steht!), den Betrieb ein Stück weit unabhängiger werden zu lassen bzw. dass der Betrieb überhaupt überlebt, nachdem ich ihn mit (im Nachhinein) falschen Entscheidungen auch an die Grenze der Existenz gebracht habe. Wäre der Betrieb wirtschaftlich rund gelaufen, hätte ich wahrscheinlich auch nichts verändert!

Eine visuelle Zusammenfassung des Ganzen hier niedergeschriebenen gab es ja schon mit meinem Vortrag im Januar auf dem Tempelhof mit einem YouTube-Video.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!

Euer Michl Reber

 

3 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hi Michael, ich finde, du hast das toll zusammengefasst. Hinzufügen möchte ich noch, dass nicht nur staatlich unterstützte Forschung wachsen muss, sondern auch ein Umdenken bei uns Landwirten. Ich kann mich noch gut an meine Schulzeit erinnern, sobald die Lehrerin im Pflanzenbau-Unterricht nur alternative Anbau- oder Ackerbauformen angesprochen hat, hörte keiner mehr zu und machte ich lustig. Das ist eine Erziehungs- und Einstellungssache, die nur sehr langsam einen Blick über den Tellerrand und Besinnung auf das wirkliche Handwerk Landwirtschaft zulassen wird.
    Insofern finde ich deine Art der Kommunikation und deinen Einsatz für eine innovative Landwirtschaft bewunderns- und hervorhebenswert.
    Lieben Gruß

  2. Hallo Familie Reber,
    auch ich habe vergangenes Jahr den Bodenkurs besucht!
    Ich habe meine erste Flächenrotte hinter mir, was sich sehr positiv in der Bearbeitung der Felder ausgewirkt hat. Diesen Herbst versuche ich im Raps mit Komposttee ohne herkömmliche Fungizide auszukommen! Es ist ein langer und interessanter Weg!
    Was mich total überrascht hat, war die Bodenprobenergebnisse nach Albrecht… unglaublich wie ähnlich diese waren! Ich versuche meine Gülle überall gleich zu verteilen und bin ausser in Mg eigentlich passend versorgt . Die nächsten Tage werde ich Pflanzenkohle und EM(verfüttere EM auch schon länger!) in die Gülle einrühren!
    Viele Aspekte sind mir noch unbekannt… und vor allem 99,9% der anderen Landwirte weltweit! Es wäre schön wenn sich die Bodenkursler irgendwie vernetzen könnten um Erfahrungen auszutauschen!
    …vielleicht habt ihr ja eine Idee

    mit freundlichem Gruß aus Nordhessen

    1. Lieber Markus (ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn wir uns duzen!),
      aus unserem Bodenkurs haben wir eine WhatsApp-Gruppe, die aber immer inaktiver wird leider. Des weiteren haben sich daraus und aus folgenden Kursen dann weitere Gruppen entwickelt. Mittlerweile tauschen sich wieder andere auch über Facebook aus. Kommt drauf an, wie jeder gestrickt ist. Gestern wollte ich einen kleinen, kurzen Feldtag für interessierte Landwirte machen, die das System noch nicht kennen. Am Freitag mittag waren es noch 5 Anmeldungen, gekommen sind dann über 20 Landwirte! Das geht jetzt langsam los!
      Infos gerne dann auch per Email unter m.reber@t-online.de.
      Schönen Sonntag noch. Liebe Grüße aus Hohenlohe
      Michael Reber

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